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Richard Nachtigall
2002-2016

DER STERNENHIMMEL IM  J U N I  2016

 
Beobachtungstipps:

Konstellation 1

Konstellation 2

Konstellation 3

Konstellation 4

Konstellation 5


Saturn in Opposition und Sommeranfang

 

Die Tage sind lang. Tiefschwarze Nächte wie im Winter gehören zunächst der Vergangenheit an und besonders Beobachter in der Nähe starke Lichtquellen, wie z.B. Bewohner von Städten, haben unter einem stark aufgehellten Nachthimmel zu leiden. In den kommenden Monaten werden wohl viele, einen klaren, strahlenden Sternenhimmel nur während einer Urlaubsreise zu Gesicht bekommen.

Am südlichen Nachthimmel vollzieht sich ein Wandel. Es wechseln, pünktlich zum Sommeranfang, die Jahreszeiten am Firmament. Die Frühlingssternbilder ziehen sich Richtung Westen zurück und von Osten her erobern langsam die Sommersternbilder diese Region. Vom Frühlingsdreieck erblicken wir noch die Spika aus der Jungfrau, tief im Südwesten, und den rötlich leuchtenden Arktur aus dem Bärenhüter auf halber Strecke zum Zenit.  In stattlicher Höhe steht nun im Süden das Bild des Herkules, der die wunderschönen Sternhaufen M13 und M92 in sich trägt. Westlich von ihm, auf halber Strecke zum Bärenhüter, findet sich das zierliche Bild der Nördlichen Krone. Im Südosten breitet sich das Sommerdreieck vor uns aus, das durch Deneb aus dem Schwan, der Vega aus der Leier und dem Atair aus dem Bild des Adlers gebildet wird. Direkt im Süden, sehr nahe des Horizontes, zeigen sich Schütze, Skorpion und die Waage. Zwischen Schütze und Skorpion erstrahlt die sommerliche Milchstraße besonders hell.

 

Was zeigt sich über dem Nordhorizont?

In NNO Richtung steht sehr horizontnah das »Himmels-W« der Kassiopeia fast waagerecht. Darüber leuchten die Sterne des nun schräg liegenden Bildes Kepheus. Der »Kleine Wagen«, der Teil des Sternbildes Kleiner Bär ist, ragt über dem Polarstern steil nach oben. Über ihm winden sich Teile des Drachen. Westlich  zeigt die Schwanzspitze des Großen Bären, in der wir gern die Deichsel des »Großen Wagens« erkennen, senkrecht empor und kündet davon, dass sich das Sternbild im Abstieg befindet. Die Milchstraße beginnt in der dieser Himmelsregion tief im Nordwesten und zieht dabei, sich leicht erhebend, durch die Bilder Persers, Kassiopeia und Kepheus.

 

 

DIE PLANETEN

 

Die Verwandten der Erde, die anderen Planeten in unserem Sonnensystem, unterteilen sich an unserem Himmel u.a. in die, die man mit bloßem Auge erkennen kann und welche somit als »Wandelsterne« auch schon in der Antike bekannt waren, und die, für deren Beobachtung man ein optisches Instrument benötigt. 

Es ist tatsächlich eine Freude, in diesen Nächten auf den gestirnten Himmel über uns zu blicken. Auch wenn Jupiter sich in den Westen zurückgezogen hat, ist er in der ersten Nachthälfte weiterhin ein beeindruckendes Gestirn, strahlt hell und fordert uns auf, ihn in einem Teleskop zu beobachten. Im Süden bilden Saturn, Mars und der Stern Antares aus dem Skorpion ein auffälliges Dreieck. Mars leuchtet rötlich und steht fast in gleicher Höhe mit Saturn, der, östlicher auffindbar, Anfang des Monats in Opposition zur Sonne kommt. Sein Ringsystem ist aktuell weit für uns geöffnet und sollte ebenfalls unbedingt in einem Fernrohr bewundert werden.

Wer über ein lichtstarkes Fernglas verfügt, kann in diesem Monat versuchen, Neptun zu erspähen. Am 26.06.2016 leistet unser Erdmond dabei hilfreiche Unterstützung, denn er steht nicht weit entfernt des Planeten.

Merkur und Venus entziehen sich im Juni 2016 leider unseren Blicken.

DER ERDMOND

 

Wenn am Abend des 20. Juni im Südwesten die Sonne unter und im Südosten der Vollmond aufgeht, wird Letzterer wieder vielen, in dieser kürzesten Vollmondnacht des Jahres, als enorm groß vorkommen, so als sei er der Erde zu dieser Zeit deutlich näher gerückt. Doch dies ist eine optische Täuschung, hervorgerufen durch die Nähe zum Horizont und die dadurch gleichzeitig ins Auge fallende Silhouette von Häusern oder Bäumen. Unser Gehirn wird bei der Größeneinschätzung des Mondes etwas in die Irre geführt. In Wahrheit ist der Mond so weit entfernt wie immer. Ein schöner, romantischer Anblick ist es dennoch,  auch wenn uns etwas vorgegaukelt wird.

Auf seiner Bahn, nahe der Ekliptik, trifft sich unser Trabant in diesem Monat mit Regulus aus dem Löwen, dem Jupiter, der Spika aus der Jungfrau, dem Mars und dem Saturn. Am 26. Juni kann er als Aufsuchhilfe für den Planeten Neptun genutzt werden.

Aktuelles Bild des Mondes

 

DIE SONNE

 

Am 21. Juni tritt die Sonne in das Sternbild der Zwillinge und durchläuft Tags zuvor den Sommerpunkt auf ihrer scheinbaren Bahn vor den Sternen, d.h. sie erreicht den nördlichsten Punkt auf der Ekliptik und bewegt sich von nun an wieder südwärts. Astronomisch gesehen erleben wir auf der Nordhalbkugel den Sommeranfang, sowie den längsten Tag und die kürzeste Nacht in diesem Jahr. Die kleinste Entfernung zwischen Sonne und dem Nordpol ist erreicht. An den Orten des nördlichen Wendekreises steht die Sonne Mittags genau im Zenit. Übrigens: vor 70 Jahren, am 4. Juni 1946, zeichneten Astronomen am High Altitude Observatory in Boulder (Colorado USA), die bislang größte eruptive Sonnenprotuberanz auf.

Aktuelles Bild der Sonne

 
Ich wünsche allen Besuchern meiner Website
wie immer klare und beeindruckende Sternennächte !
Herzlichst, Ihr Richard Nachtigall.