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Richard Nachtigall
2002-2014

DER STERNENHIMMEL IM OKTOBER 2014

 
Beobachtungstipps:

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Herbststernbilder erobern den Nachthimmel
 
 

Nachdem im letzten Monat astronomisch der Herbst auf der Nordhalbkugel der Erde begann, wechseln an unserem Sternenhimmel auch die Jahreszeiten.

Das »Sommerdreieck«, welches die Milchstraße in sich trägt, hat sich in den Osten zurückgezogen und neigt sich dem baldigen Untergang. Im Süden erreicht der ausgedehnte aber etwas unscheinbare Wassermann seine höchste Stellung. Unterhalb zeigt sich der Steinbock und in östlicher Richtung tauchen bereits Abschnitte der Fische und des Walfisches auf. Oberhalb vom Wassermann erkennt man Herbststernbilder, wie das große Viereck des Pegasus und die angrenzende Figur der Andromeda, in der sich der berühmte »Andromedanebel«, eine unserer Nachbargalaxien, befindet.

Der Große Wagen, Teil des Großen Bären, hat seine tiefste Stellung über dem Nordhorizont erreicht und steht aufrecht, für jeden sichtbar und dominierend am Firmament. Über ihm zeigt sich, kopfüber, der Kleine Wagen, Teil des Kleinen Bären, wobei der Wagenkörper nach Nordwesten weist. Westlich steht aufrecht der Drache. In größerer Höhe erblicken wir über dem Polarstern Kepheus und wandert die Kassiopeia, das »Himmels-W«, ihrer Zenitstellung entgegen.

Der Nordhorizont Mitte Oktober 2014 gegen 22.00 Uhr

 

DIE PLANETEN

 

Die Verwandten der Erde, die anderen Planeten in unserem Sonnensystem, unterteilen sich an unserem Himmel u.a. in die, die man mit bloßem Auge erkennen kann und welche somit als »Wandelsterne« auch schon in der Antike bekannt waren, und die, für deren Beobachtung man ein optisches Instrument benötigt.

Im Oktober 2014 zeigt sich Ende des Monats Merkur als seltener Gast am Morgenhimmel, tief über dem Osthorizont. Die Venus, unserer innerer Nachbarplanet, hat sich von unserem Himmel verabschiedet und bleibt unsichtbar. Mars steht, leider recht tief am südwestlichen Abendhimmel. Noch tiefer findet sich, weiter westlich, bis Mitte Oktober Saturn. Jupiter baut seine guten Beobachtungsbedingungen aus. Ende des Monats geht er bereits vor Mitternacht im Osten auf und kann alsbald darauf  in Augenschein genommen werden.

Ein sonst nur im Teleskop zu sehender Planet, ist im Oktober auch für das bloße Auge sichtbar, vorausgesetzt, der Himmel ist dunkel, also fern von aufhellendem Licht der Städte. Gemeint ist Uranus, der am 07.10.2014 in Opposition zur Sonne und somit die ganze Nacht über an unserem Himmel steht. Rund eine Woche nach der Opposition sollte man, in den nun mondlosen Nächten, Ausschau nach dem Planeten halten. Eine Aufsuchkarte für Uranus, der aktuell mit einem scheinbaren Durchmesser von 3,68 Bogensekunden und einer scheinbaren Helligkeit von 5,7mag im Sternbild Fische steht, finden Sie hier. Ein Fernglas leistet bei der Beobachtung dieses farblich hellgrün-bläulichen Gestirns sicherlich gute Dienste.

DER ERDMOND

 

Da unser Mond nur knapp 29,5 Tage braucht, um einmal die Erde zum unrunden, sich sein Erscheinungsbild an unserem Himmel also wiederholt, kommt es dann und wann vor, dass sich innerhalb eines Monats eine Mondphase doppelt. Ein Beispiel dafür ist der Oktober 2014. Am 1. und Letzten des Monats haben wir einen Mond im Ersten Viertel.

In den ersten Oktobertagen kommt es zu keinen besonderen Konstellationen. Seiner Bewegung durch den Tierkreis folgend, trifft er dann aber auf den offenen Sternhaufen der Hyaden im Sternbild Stier, zeigt sich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen nahe dem Jupiter, besucht den Hauptstern des Löwen Regulus und zeigt sich Ende Oktober als schmale, zunehmende Sichel oberhalb von Mars.

Am 25.10.2014 bedeckt der Mond den Planeten Saturn, wobei der Beginn der Bedeckung theoretisch auch in unseren Breiten mitverfolgt werden kann. Die ungünstigen Sichtbedingungen für Saturn erschweren die Mitverfolgung dieses Ereignisses aber erheblich. Meine Empfehlung ist, in Sternwarten und Planetarien der Umgebung nachzufragen, ob ein spezieller Abend am Teleskop angeboten wird.

Aktuelles Bild des Mondes

Die Erde vom Mond aus gesehen

 

DIE SONNE

 

war auf ihrer scheinbaren Bahn so weit nach Süden gewandert, dass sie am 23. September 2014 um 03.29 Uhr den Himmelsäquator traf, die Ekliptik diesen also schnitt, und die Mitte der Sonnenscheibe ihn nach Süden hin überquerte. Auf der Nordhalbkugel war, astronomisch gesehen, Herbstanfang.

Unser Zentralgestirn steht zu Beginn des Monats Mittags noch knapp 36 Grad über dem Horizont. Dieser Wert sinkt bis Ende Oktober auf 25 Grad, Bedingungen wie Anfang Februar. Am 31. Oktober tritt die Sonne aus dem Sternbild Jungfrau und wandert in die Waage.

In der Nacht vom 25. zum 26. Oktober 2014 endet die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Die Uhren werden um eine Stunde zurückgestellt.

Aktuelles Bild der Sonne

 
Ich wünsche allen Besuchern meiner Website
wie immer klare und beeindruckende Sternennächte !
Herzlichst, Ihr Richard Nachtigall.