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Richard Nachtigall
2002-2010
 
  DER STERNENHIMMEL IM JUNI 2010  
 

Am nächtlichen Firmament wechseln erneut die Jahreszeiten. Die Frühlingssternbilder ziehen sich in den Westen zurück. Nach Einbruch der immer später einsetzenden Dunkelheit stehen auch Jungfrau und Bootes nicht mehr im Süden. Dafür erscheinen die ersten Sommerbilder aus Richtung Osten. Die Leier steht schon in großer Höhe und auch der Adler rückt gen Süden. Bald wird das Sommerdreieck, bestehend aus Vega (aus der Leier), Atair (aus dem Adler) und Deneb (aus dem Schwan) den Südhimmel überspannen und den Hochsommer kennzeichnen.

 
  DIE PLANETEN  
 

Im Juni 2010 lohnt es sich, einen Blick auf den abendlichen Westhimmel zu richten. Drei Planeten zeigen sich an ihm: die Venus als so genannter Abendstern, der Mars und der Saturn. Mit dem Sonnenuntergang wird das Trio zunehmend sichtbar. In der zweiten Nachthälfte sind sie bereits untergegangen. Merkur bliebt im Juni unsichtbar, da er sich in Richtung Sonne bewegt. Jupiter baut seine Sichtbarkeit am Morgenhimmel aus. Er ist für jeden gut zu sehen, da er in seiner Umgebung keine hellere Konkurrenz besitzt. In seiner Nähe hält sich Uranus auf, den man bereits im lichtstarken Fernglas ausfindig machen kann.

 
  DER ERDMOND  
 

zeigt sich im Juni nahe dem Jupiter, der Venus, dem Mars und dem Saturn, bewegt sich an Spika in der Jungfrau vorbei und steht westlich des Antares im Skorpion. Die am 26. Juni stattfindende Partelle Mondfinsternis bleibt in Mitteleuropa unbeobachtbar.

 
  DIE SONNE  
 

tritt am 21. Juni in das Sternbild der Zwillinge und durchläuft gleichzeitig um 12.28 MEZ Uhr den Sommerpunkt auf ihrer scheinbaren Bahn vor den Sternen, d.h. sie erreicht den nördlichsten Punkt auf der Ekliptik und bewegt sich von nun an wieder südwärts. Astronomisch gesehen erleben wir auf der Nordhalbkugel den Sommeranfang, sowie den längsten Tag und die kürzeste Nacht in diesem Jahr. Die kleinste Entfernung zwischen Sonne und dem Nordpol ist erreicht. An den Orten des nördlichen Wendekreises steht die Sonne Mittags genau im Zenit.

 
  Ich wünsche Ihnen wie immer sternenklare Nächte und viel Spaß beim Beobachten,  
  Ihr Richard Nachtigall  
     
 

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Anlässlich des Internationalen Jahres der Astronomie, wurden  auf Sonderseiten einige der meist gestellten Fragen etwas ausführlicher behandelt. Gleichzeitig sollte so ein kleiner Einstiegskurs in die Welt der Astronomie entstehen, der hoffentlich Ihren Zuspruch fand.