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DER STERNENHIMMEL IM JUNI 2010 |
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Am nächtlichen Firmament wechseln erneut die
Jahreszeiten. Die Frühlingssternbilder ziehen sich in den Westen zurück. Nach
Einbruch der immer später einsetzenden Dunkelheit stehen auch Jungfrau und
Bootes nicht mehr im Süden. Dafür erscheinen die ersten Sommerbilder aus
Richtung Osten. Die Leier steht schon in großer Höhe und auch der Adler rückt
gen Süden. Bald wird das Sommerdreieck, bestehend aus Vega (aus der Leier),
Atair (aus dem Adler) und Deneb (aus dem Schwan) den Südhimmel überspannen und
den Hochsommer kennzeichnen.
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DIE PLANETEN |
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Im Juni 2010 lohnt es sich,
einen Blick auf den abendlichen Westhimmel
zu richten. Drei Planeten zeigen sich an
ihm: die Venus als so genannter Abendstern,
der Mars und der Saturn. Mit dem
Sonnenuntergang wird das Trio zunehmend
sichtbar. In der zweiten Nachthälfte sind
sie bereits untergegangen. Merkur bliebt im
Juni unsichtbar, da er sich in Richtung
Sonne bewegt. Jupiter baut seine
Sichtbarkeit am Morgenhimmel aus. Er ist für
jeden gut zu sehen, da er in seiner Umgebung
keine hellere Konkurrenz besitzt. In seiner
Nähe hält sich Uranus auf, den man bereits
im lichtstarken Fernglas ausfindig machen
kann.
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DER ERDMOND |
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zeigt sich im Juni nahe dem
Jupiter, der Venus, dem Mars und dem Saturn,
bewegt sich an Spika in der Jungfrau vorbei
und steht westlich des Antares im Skorpion.
Die am 26. Juni stattfindende Partelle
Mondfinsternis bleibt in Mitteleuropa
unbeobachtbar.
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DIE SONNE |
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tritt
am 21. Juni in das Sternbild der Zwillinge
und durchläuft gleichzeitig um 12.28 MEZ
Uhr den Sommerpunkt auf ihrer scheinbaren
Bahn vor den Sternen, d.h. sie erreicht
den nördlichsten Punkt auf der Ekliptik
und bewegt sich von nun an wieder südwärts.
Astronomisch gesehen erleben wir auf der
Nordhalbkugel den Sommeranfang, sowie den
längsten Tag und die kürzeste Nacht in diesem
Jahr. Die kleinste Entfernung zwischen Sonne
und dem Nordpol ist erreicht. An den Orten
des nördlichen Wendekreises steht die Sonne
Mittags genau im Zenit.
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Ich wünsche Ihnen wie immer sternenklare Nächte
und viel Spaß beim Beobachten, |
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Ihr Richard Nachtigall |
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