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Die UNESCO (United
Nations Educational, Scientific and Cultural Organization)
und die IAU (Internationale Astronomische Union)
erklärten am 20. Dezember 2007 auf der 62. UN- Vollversammlung
das Jahr 2009
zum
Internationalen Jahr der Astronomie.
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Man entschied sich nicht zufällig für dieses Jahr:
vor 400 Jahren richteten
Galileo Galilei
(1564 – 1642) und andere Forscher erstmalig das ein Jahr zuvor
entwickelte Linsenfernrohr auf den Nachthimmel und ließen so
eine neue Ära der astronomischen Forschung beginnen. Neue Welten
eröffneten sich der Menschheit, denn von nun an waren Objekte
des gestirnten Himmels zugänglich, die bisher dem bloßen Auge
verborgen geblieben waren.
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Im
gleichen Jahr veröffentlichte
Johannes Kepler (1571
– 1630) sein Buch „Astronomia Nova“, in dem er die „Himmelstheologie“
durch eine Himmelsphysik ablöste. Man kann sagen, dass dieses
fundamentale Werk den Beginn der modernen Astronomie markiert.
Durch Berechnungen, die auf den Beobachtungen von Tycho Brahe
basierten, formulierte Kepler logische, vorurteilfreie Schlussfolgerungen
und neue Gesetzte der Himmelmechanik. In der „Astronomia Nova“
verfasste er das Erste und Zweite der, später nach ihm benannten,
Gesetze über die Planetenbewegungen und brach mit dem Jahrtausende
alten Dogma von Kreisbahnen und einem Geozentrischen Weltbild
mit der Erde als Mittelpunkt des Universums.
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Unzählige Veranstalter auf der ganzen Welt haben es sich zur Aufgabe
gemacht, im Internationales Jahr der Astronomie 2009
Begeisterung für
diese Wissenschaft und die Beobachtung des nächtlichen Firmaments zu
wecken.
Breiten Kreisen der Bevölkerung sollen die Schönheit des
Sternenhimmels und der Inhalt astronomischer Forschung vermittelt
werden.
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Die
feierliche Eröffnung
des Internationalen Jahres der Astronomie 2009 in Deutschland findet am
20. Januar in Berlin im Museum für Kommunikation statt. |
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Alle
Veranstaltungen stehen unter dem ehrgeizigen Anspruch:
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„Das
Weltall
für
jedermann erlebbar
zu machen“. |
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Hervorgehobene
Ziele:
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- einen tiefen
Einblick in die Welt der Astronomie
geben
- besondere Ansprache der junge Generation:
„Das Weltall: Du lebst darin
– entdecke es!“
- die Förderung des
Zugangs
zu neueste astronomische Erkenntnisse
- die
Verbesserung der wissenschaftlichen
Allgemeinbildung
- den
Menschen den eigenen Platz im Universum bewusst machen
- die
Zusammenführung von Berufs- und Amateurastronomen
- die
Unterstützung astronomischer Aktivitäten in Entwicklungsländern
- die
Bedeutung der Astronomie als internationale Wissenschaft erklären
- die Astronomie sowie ihre
Beiträge zu Gesellschaft und Kultur würdigen
- der
Schutz des Nachthimmels
als Weltkultur- und Weltnaturerbe |
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In Deutschland
wurden folgende Themenschwerpunkte über das Jahr verteilt:
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Januar bis März 2009: |
Der Blick
zum Himmel |
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April bis Juni 2009: |
Astronomie
und Kultur |
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Juli bis September 2009: |
Weltbilder
der Astronomie |
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Oktober bis Dezember 2009: |
Astronomie
und Schule |
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Weltweit
wird es vom 2. bis 5. April
2009 die „100 Stunden
Astronomie“ geben, bei denen
die Beobachtung des Weltraums mit eigenen Augen im Mittelpunkt steht.
Im
Gasometer Oberhausen
eröffnet die spektakuläre Ausstellung: „Sternstunden
– Wunder des Sonnensystems“–
über die Geschichte und den Erkenntnisprozess der Astronomie (vom
1.4.2009 - 10.1.2010). |
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Vom
07.
bis 15. Mai 2009 läuft in vielen Planetarien Deutschlands gleichzeitig
die neue gemeinsame Show „Augen im All – Vorstoß ins unsichtbare
Universum“ an, die in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumagentur
ESA entstanden ist.
Viele
Planetarien, Sternwarten, Institute und Kultureinrichtungen
bieten in den vor uns liegenden Monaten
besondere Ausstellungen,
Vorträge sowie spezielle Programme und Beobachtungsabende
an. |
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Die
Aktivitäten in
Deutschland
werden übrigens von
Dr. Michael Geffert vom Argelander-Institut
für Astronomie in Bonn koordiniert. |
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Anlässlich
des Internationalen Jahres der Astronomie 2009, werde ich ab Februar
unter der Rubrik „Thema des Monats“ jeweils
spezielle Fragen zur Astronomie behandeln.
Die Auswahl der Themen entnehmen ich dabei den meist gestellten Fragen,
die mich Tag für Tag Ihrerseits erreichen.
Ich wünsche Ihnen in diesem Jahr besonders
viele neue Erkenntnisse,
„Aha-Effekte“ und unvergessliche Beobachtungen am nächtlichen Himmel
und hoffe, dass meine, seit 2002 existierende Website auch in Ihnen
Augen weiterhin einen kleinen Beitrag auf dem Gebiet der populär
erklärten Astronomie leisten kann.
Die Welt endet nicht über den Wolken!
Herzlichst, Ihr Richard Nachtigall
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Links zu
Planetarien und Sternwarten in Ihrer Nähe finden Sie u.a. auf
meiner Linkseite. |
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Externe Webseiten:
Alle
Infos zu
Veranstaltungen in Deutschland finden Sie unter:
Offizielle deutsche Seite zum Internationalen Jahr
der Astronomie
Offizielle Seite zum Internationalen Jahr der
Astronomie
Argelander-Institut für Astronomie in Bonn
Gasometer Oberhausen
Sonderseiten des Deutschen Zentrums für Luft- und
Raumfahrt
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