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Allgemeine Informationen
| Durchmesser | 6 794 km (rund 53 % der Erde) |
| Masse | 6,4191·10 23 kg (15 % des Volumens der Erde) |
| Dichte | 3940 kg/m3 |
| Mittlere Entfernung von der Sonne | 227,9 . 106 km (1,52 AE) |
| Umlaufzeit um die Sonne | 1 Jahr und 321 Tage |
| Dauer der Eigenrotation | rund 24 Stunden und 37 Minuten |
| Temperatur an der Oberfläche | -111 Grad C bis 26 Grad C |
| Atmosphäre | Kohlendioxyd, Argon, Stickstoff |
| Monde | 2 |
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Bildquelle: ©NASA
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Geschichte
Physikalische Daten Mars ist der vierte Planet unseres Sonnensystems. Er ist halb so groß wie unsere Erde, anderthalbmal so weit von der Sonne entfernt wie wir und in eisige Kälte gehüllt. Es gibt allerdings sehr viele Hinweise dafür, dass er vor einigen Millionen Jahren unserem Heimatplaneten nicht unähnlich war. So finden sich auf ihm eine große Anzahl von Kanälen, die ausgetrocknete Flussbetten darstellen (welche ehemals fälschlich als Konstruktionen intelligenten Lebens gedeutet wurden), tiefe, mechanisch erzeugte Canyons und ehemals aktive Vulkane.
Vor etwa 4 Mrd. Jahren war der Mars einem zahlenmäßig hohen Aufschlag von Meteoriten ausgesetzt. Verstärkte innere Aktivität und Vulkanismus ließen Gase (zum Hauptteil Kohlendioxid) aus seinem Inneren aufsteigen. Zusammen mit dem ebenfalls austretenden Wasserdampf bildete sich eine, wenn auch giftige, Atmosphäre. Es ist durchaus möglich, dass der sich verflüssigende Wasserdampf nicht nur Flüsse, sondern ganze Seen und sogar Ozeane gebildet hatte. Durch seine Größe und Sonnenentfernung war er aber nicht in der Lage, größere Mengen von Energie zu halten, wodurch er letztlich immer kälter und kälter wurde, das Wasser entweder zu Eis gefror, im Boden gebunden wurde oder verdampfte und seine Atmosphäre langsam in den Weltraum entwich. Sollte es zu einer "freundlicheren" Zeit Leben auf dem Mars gegeben haben, so wurde es wahrscheinlich spätestens zu diesem Zeitpunkt vernichtet. Seine bekannten Polkappen bestehen übrigens zum Großteil aus Kohlendioxidschnee und nicht aus durch Wasser gebildetes Eis. Die rote Farbe verdankt der Mars dem hohen Eisenoxid Gehalt in seinem Oberflächenmaterial, das im Laufe seiner Existenz langsam "verrostet" ist. Seine Umweltbedingungen entsprechen der eines irdischen Wüstengebietes, nur dass es sehr viel kälter ist. Seine Nordhalbkugel besteht aus ebenem Land, wohin gegen die Südhalbkugel nur so von Kratern übersäht ist. Er besitzt die größten Vulkane unseres Sonnensystems, so den Olympus Mons, der rund 27 km in die Höhe ragt und den größten Canyon der uns bekannten Planeten - den Valles Marineris, der sich über 4000 km Länge und 200 km Breite erstreckt ! Die Bahn des Mars um die Sonne ist nicht kreisförmig, sondern stark elliptisch, d.h. so wohl sein Abstand zur Sonne, als auch zu unserem Planeten unterliegt starken Schwankungen. Seine Entfernung zur Erde verringert sich manchmal sogar auf die Hälfte einer entgegengesetzten, ungünstigen Position.
Der Sand an seiner Oberfläche bildet Dünen und in ehemaligen Schwemmgebieten finden sich ausgewaschene Täler, Einsturzzonen und Verwerfungen - letztlich eine nicht besonders einladende und für ein irdisches Leben schwer umzurüstende Struktur. Die Reste einer sehr dünnen Atmosphäre besteht zu 98 % aus Kohlendioxid und ist zum Atmen somit ungeeignet. Durch seine, ähnlich der Erde, geneigte Achse gibt es auf dem Mars Jahreszeiten und, großzügig betrachtet, sogar Wetter. Durch regelmäßig wiederkehrende Staubstürme und aufgewirbelte Teilchen erscheint sein Himmel rosafarben. Mars besitzt zwei Monde: Phobos und Deimos, die er sich wahrscheinlich aus dem Asteroidengürtel eingefangen hat.
Obwohl dieser Planet schon oft von Raumsonden besucht wurde (denen wir eine sehr detaillierte Oberflächenkarte des Planeten verdanken), werden erst spätere Missionen letzte Aufschlüsse zu einer Reihe von grundlegenden Fragen geben. Leider waren aktuelle Marsbesuche immer wieder von Rückschlägen gekennzeichnet, doch das Vorhaben, Menschen auf den Mars zu schicken, soll etwa im Jahre 2020 realisiert werden.
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Berlin, im September 2002