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Mythologie und Erscheinungsbild

Die meisten Planeten unseres Sonnensystem besitzen Monde - Merkur und Venus bilden die Ausnahme. Unsere Erde kann nur mit einem Vertreter aufwarten - dem Mond, doch nach der Sonne ist er das hellste Objekt an unserem Himmel und somit der wohl meist beobachtetste und am stärksten wahrgenommene Himmelskörper. Seit Jahrtausenden blicken die Menschen zu ihm auf, versuchen seine Bedeutung zu erklären und lange vor ihnen griff er in den Lebenszyklus der Tiere ein. Der Mensch sah in ihm eine Gottheit, schätzte ihn als lichtspendenden Wegweise und gab ihm mit Recht den Namen: "Königin der Nacht" (seltsamer Weise wurde der Mond im Deutschen "vermännlicht", in fast allen anderen Sprachen ist unser Begleiter weiblich). Im alten Rom verehrte man die Mondgöttin Luna, die später mit Diana, (der griechischen Selene), Göttin der Fruchtbarkeit gleichgesetzt wurde. Sie besaß in Rom einen eigenen Tempel und alle Seeleute standen unter ihrem Schutz. In Ägypten gab es sogar zwei Mondgötter und noch im achten Jahrhundert verehrten Druiden unseren Trabanten. Da er keine störende Atmosphäre besitzt, ist er der einzige Himmelskörper, auf dem auch mit bloßem Auge Oberflächeneinzelheiten zu erkennen sind, was den Spekulationen über seine Natur bis in die Zeit einer wissenschaftlichen Untersuchung immer wieder neuen Auftrieb gab. Die ersten Kalender wurden mit seiner Hilfe erstellt und die regelmäßige Bahn am Himmel diente auch als Zeitmesser für kleinere Einheiten.

Im Gegensatz zu unserer Erde, die eine stark ausgeprägte Lufthülle um sich trägt, reflektiert der Mond nur einen sehr geringen Teil des Sonnenlichtes (etwa 7%, bei der Erde sind es 34%), zeigt sich aber, auf Grund seiner Nähe, hell leuchtend am Nachthimmel. Sein Licht benötigt nur 1 1/3 Sekunden bis zu uns. Um Neumond steht die Erde für den Mond so günstig, dass ein Großteil ihres zurückgeworfenen Sonnenlichtes auf ihn fällt und ihn in ein so genanntes "Aschgraues Licht" hüllt , dass heißt, obwohl  nur  eine schmale Mondsichel am Himmel steht, können wir unter guten Bedingungen dennoch die gesamte Mondhalbkugel sehen. Leonardo da Vinci war der Erste, der dieses Phänomen korrekt zu erklären wusste. Während seiner Erdumrundung trifft das Sonnenlicht in unterschiedlicher Art auf den Mond, was die uns so vertrauten Mondphasen hervorruft.


Entstehung der Mondphasen

Als Mondphasen werden die unterschiedlichen Ansichten unseres Begleiters innerhalb eines Erdumlaufs bezeichnet. Man unterteilt diesen Zyklus in 4 Hauptpositionen: Neumond - der Mond steht ein wenig unterhalb oder oberhalb der Sonne (steht er genau zwischen Erde und Sonne entsteht eine Sonnenfinsternis), Das erste Viertel am Abendhimmel - die "rechte" Hälfte der sichtbaren Mondseite wird beleuchtet, Vollmond - der Mond steht über oder unterhalb der Linie Sonne/Erde/Mond (steht er genau auf dieser gedachten Achse entsteht eine Mondfinsternis), Letztes Viertel am Morgenhimmel - die linke Seite der uns zugewandten Mondseite wird beleuchtet.

Da die Eigenrotation des Mondes zeitlich mit seiner Erdumrundung übereinstimmt, blicken wir immer auf den gleichen Teil seiner Oberfläche. Das 1:1 Verhältnis macht diese gebundene Rotation zu einem Sonderfall.

 

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Berlin, im September 2002