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Erscheinungsbild

Die Sonne ist das hellste Objekt an unserem Himmel, wir sehen sie täglich am Horizont aufgehen und hinter ihm verschwinden. Nur können wir sie, im Gegensatz zum Mond, nicht direkt beobachten, denn wir würden unser Augenlicht riskieren. Ja selbst auf die Frage, wie groß die Sonnenscheibe an unserem Himmel steht, erntet man meist Achselzucken. Obwohl sie die Erde in ihrem Durchmesser um das 109fache übertrifft deckt sich, auf Grund der Entfernung, ihr Erscheinungsbild an unserem Himmel mit dem des Mondes. Hell strahlend erreicht sie zur Mittagszeit ihren höchsten Punkt über dem Horizont und leuchtet in sich abstufenden Rottönen während des Auf - und Unterganges. Die Farbenspiele und Verzerrungen werden durch unsere Atmosphäre hervorgerufen. Da die Erdachse leicht geneigt ist, fällt die Sonnenstrahlung im Laufe eines Jahres in unterschiedlichen Winkeln auf die Erdhalbkugeln, wodurch unsere Jahreszeiten entstehen. Diese Winkeländerung wird auch durch die unterschiedliche Höhe der Sonne über dem Horizont deutlich. Im Winter verkürzt sich ihr Tagbogen; nach langer Nacht geht sie weniger weit östlich über dem Horizont auf, erreicht zur Mittagszeit nur eine geringe Höhe und verschwindet sehr bald im Südwesten, die Nacht zurückholend. Im Sommer aber steht sie schon früh über dem Nordosthorizont, wandert langsam hoch in den Süden, erreicht beinahe den Zenit und geht spät am Abend im Nordwesten unter.

 

Die Entstehung der Jahreszeiten

 

Zweimal im Jahr, wenn die Sonnenbahn (Ekliptik) auf den Himmelsäquator trifft, herrscht Tag und Nachtgleiche, d.h. die Sonne befindet sich 12 Stunden über und 12 Stunden unter dem Horizont. Überquert sie den Himmelsäquator nördlich, so ist in unseren Breiten Frühlingsanfang. Übertritt sie ihn nach Süden, so beginnt auf der Nordhalbkugel der Herbst. Und nur zu dieser Zeit geht unser Zentralgestirn tatsächlich im Osten auf und im Westen unter. Genauere Informationen zur Entstehung der Jahreszeiten finden sie hier: interner Link.

 

Die scheinbare Bewegung der Sonne

Unter den vielen Einflüssen, die die Sonne auf unsere Erde hat, sei noch einer hervorgehoben: energiegeladene Teilchen des Sonnenwindes regen manchmal Teilchen in unserer Atmosphäre zum leuchten an - es entstehen Nordlichter, meist über den Erdpolen, die zeitweise aber auch in unseren Breiten zu beobachten sind.

Die Entstehung von Mond und Sonnenfinsternissen werden in der folgende Grafik veranschaulicht.

Die Abbildungen sind natürlich nicht maßstabsgetreu.

DIE MONDFINSTERNIS

Die Entstehung einer Mondfinsternis

 

Befindet sich der Mond genau auf der gedachten Achse Sonne - Erde - Mond, so wird er durch den Erdschatten verdunkelt. Da dieser Schatten relativ groß ist, kann eine Mondfinsternis in einem sehr breiten Streifengebiet auf der Erde beobachtete werden. Deshalb glauben viele Menschen auch, dass Mondfinsternisse häufiger vorkommen, als Verdunkelungen der Sonne, obwohl dem nicht so ist. Im nächsten Bild wird deutlich, dass das durch den Mond hervorgerufene Schattengebiet bei einer Sonnenfinsternis bedeutend kleiner ist, also auch an weniger Orten beobachtet werden kann. Ein weiterer Grund dafür, dass Finsternisse für selten gehalten werden (obwohl jährlich jeweils meist 2 stattfinden) liegt darin, dass die meisten über den Ozeanen stattfinden und gar kein Land berühren. Eine Tabelle der nächsten für uns beobachtbaren Mondfinsternisse finden Sie unter Unser Mond.

DIE SONNENFINSTERNIS

Die Entstehung einer Sonnenfinsternis

 

Im Gegensatz zur Mondfinsternis befindet sich unser Trabant bei einer Verdunkelung der Sonne genau auf der Achse Sonne - Mond - Erde. Diesmal ist er es also, der einen Schatten wirft und die Sonne auf einem Teil unseres Planeten verdeckt.

Die nächste in Deutschland beobachtbare totale Sonnenfinsternis findet am 03. September 2081 statt. Aber schon am 29. März 2006 wird die Sonne über der Türkei für etwa 2 Minuten vom Mond vollkommen bedeckt.

 

Bilder

Gasausbrüche an der Sonnenoberfläche   Gasausbruch an der Oberfläche   Gasausbruch an der Oberfläche

Unser Stern - die Sonne   Spezialfilteraufnahme der Sonne

externer Link: aktuelles Sonnenbild  (längere Ladezeit !)

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Berlin, im September 2002

Bildquellen: NASA/ SOHO